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Guter Stil, klare Sprache – Schreibtipps für bessere Texte

Wer schreibt, möchte gelesen werden. Damit Ihnen dies gelingt, müssen Sie einige Hürden nehmen. Denn erfolgreiche Texte werden nicht mal eben aus dem Handgelenk geschüttelt. Es ist in erster Linie Handwerk. Und das kann man erlernen.

Übung macht den Meister
Eine kleine Dame bleibt vor einer Baustelle an der Fifth Avenue in New York stehen und fragt einen Bauarbeiter. „Entschuldigen Sie, junger Mann, wie komme ich in die Carnegie Hall?“ „Wohin?“ „Sie wissen schon, in den berühmtesten Konzertsaal der Welt.“ „Indem Sie üben, Lady“, erwidert der Arbeiter.

Das gilt auch für das Schreiben. Denn Schreiben können hat weniger mit Talent als mit Übung zu tun. Je öfter Sie schreiben, desto besser werden Sie. Auch Lesen hilft ungemein. Egal ob es sich dabei um ein Buch oder eine Zeitschrift handelt. Denn jeder Schreiber ist zuallererst auch ein Leser. Vergleichen Sie Ihre Texte ruhig mit anderen. Es gibt viele gute Autoren, Journalisten und Blogger. Es gilt: Lassen Sie sich inspirieren, aber übernehmen Sie nicht einen fremden Stil. Ein gelungener Text ist in eigenen Worten formuliert. Bleiben Sie sich treu und damit glaubwürdig.

So verbessern Sie Ihre Texte
Lesenswerte Texte erfüllen mehrere Kriterien. Machen Sie sich bewusst, an wen sich Ihr Text richtet. Schreiben ist Kommunikation mit dem Leser. Überlegen Sie, wie Sie gern angesprochen werden möchten, und formulieren Sie Ihr Anliegen entsprechend.

Ein Text ist nicht nur eine Aneinanderreihung von Sätzen. Er braucht eine klare Struktur. Sie ist der sogenannte rote Faden, der den Leser durch den Text leitet und das Lesen leichter macht. Bringen Sie zunächst Ordnung und Struktur in Ihre Gedanken. Stellen Sie sich vor, dass Sie den Leser an die Hand nehmen und durch den Text führen.

Sorgen Sie dafür, dass schon der erste Blick die Aufmerksamkeit des Lesers weckt. Schon die Überschrift entscheidet häufig, ob ein Text gelesen wird. Eine gute Überschrift ist kurz, präzise, prägnant. Sie muss so aussagekräftig sein, dass der Leser weiß, ob der Artikel ihm etwas bringt.

Unterteilen Sie Ihren Text in Absätze. Kurze Textblöcke erhöhen die Lesefreundlichkeit. Jedem Gedanken sollte ein Abschnitt gewidmet sein.

Schreiben Sie kurz, klar und leserlich. Wenn Sie erfolgreich kommunizieren möchten, setzen Sie besser auf eine lebendige, aktive Sprache. Verzichten Sie auf komplexe Schachtelsätze. Die Kunst besteht darin, komplizierte Dinge einfach, aber treffend auszudrücken. Verstecken Sie sich nicht hinter Fachbegriffen. Auch Leser, die sich nicht mit der Thematik auskennen, sollten den Text verstehen können.

Meiden Sie das Passiv. Sätze im Aktiv sind dynamischer und verständlicher. Schreiben Sie immer, wer etwas tut und was er tut. „Er lernt Russisch“, nicht „Er wird in Russisch unterrichtet.“ Streichen Sie Füllwörter. „Eigentlich“ und „total“ sind typische Füllwörter, die wir auch beim Sprechen oft benutzen. Sie blähen einen Text unnötig auf. Auch Adjektive sollten Sie nur sparsam gebrauchen, damit der Text nicht überladen wird. Denken Sie an die Worte von Ferdinand Simoneit: Jedes gestrichene Wort ist für den Leser eine Erleichterung.

Tipp: Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik  sollten fehlerfrei sein. Lassen Sie auf jeden Fall Ihre Texte noch einmal von jemandem durchlesen – denn vier Augen sehen immer mehr als zwei!

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